Long-Covid oder Post-Covid-Syndrom in der homöopathischen Praxis

Beschwerden nach durchgemachten Viruserkrankungen wie Grippe, Pfeiffersches Drüsenfieber, Borreliose und auch Infektionen mit SARS-CoV-2 sind häufige Themen im naturheilkundlichen Praxisalltag.

Die Homöopathie kann glücklicherweise auf einen jahrzehntelangen Erfahrungsschatz in der Behandlung der Folgesymptome von Viruserkrankungen zurückgreifen. Eine reichhaltige Auswahl von Arzneien ist bekannt und bewährt und je nach Individuum und individueller Problematik einzusetzen.

Ich möchte anmerken, dass es sich bei Covid-19 und anderen Viruserkrankungen um meldepflichtige Erkrankungen handelt, die im akuten Zustand nur von Ärzten behandelt werden dürfen. Die homöopathische Behandlung bezieht sich auf die Spätfolgen von Viruserkrankungen.

Wie sieht die Akuterkrankung aus?
Bei Infektion mit SARS-CoV-2 handelt es sich um eine multisystemische Erkrankung. Obwohl es primär um eine Atemwegserkrankung geht, können auch andere Organsysteme betroffen sein. Viele Erkrankte leiden unter Beschwerden des Nervensystems, des Gehirns, der Nieren, des Herzens, der Haut oder des Bewegungsapparates.

Covid-19 als Langzeitproblem

Selbst wenn eine Infektion nicht oder nur schwach bemerkt wird, kann es zu Schädigungen von Organen oder Organsystemen kommen. Die Akuterkrankung geht entweder sofort in die Folgeerkrankung über oder es besteht eine wochen- oder gar monatelange Latenzzeit.

Was ist Long-Covid oder Post-Covid?
Man spricht von Long-Covid, wenn ein Patient 4-12 Wochen nach einer SARS-CoV-2 Erkrankung immer noch nicht gesund ist oder neue Symptome entwickelt.

Sind nach 12 Wochen die Symptome nicht mit einer anderen Diagnose erklärbar, spricht man von einem Post-Covid Syndrom. Man geht davon aus, dass etwa 10-15% aller an SARS-CoV-2 Erkrankten, unabhängig von der Schwere des Verlaufes, einPost-Covid-Syndrom entwickeln.

Bereits vorher vorhandene körperliche oder psychische Beschwerden oder eine hohe psychosoziale Belastung scheinen das Risiko von Post-Covid zu erhöhen.

Die “Nachkrankheit” aus homöopathischer Sicht
Der österreichische Arzt Dr. William Gutmann (1900-1991) erkannte und erforschte die Nachwirkungen von Viruserkrankungen. Die Krankheitszustände seiner Patienten reichten von leichter bis sehr schwerer Natur. Der Großteil der Patienten überwand die Erkrankung ohne Probleme.

Immer wieder kam es jedoch zu äußerst langwierigen Verläufen. Unabhängig von der Intensität der anfangs akuten Erkrankung begleitete Dr. Gutmann Patienten, die sich nicht von der akuten Erkrankung erholten, sondern immer wieder Rückfälle hatten. Andere Patienten entwickelten nach der Akuterkrankung ein neues Symptomenbild, also Komplikationen. Wieder andere erfuhren nach der Akuterkrankung eine starke Verschlimmerung ihrer schon vorher bestehenden Probleme, die sie bis dahin scheinbar gut im Griff hatten.

Die Patienten litten also nicht mehr unter der akuten Erkrankung, sondern ein verschleppter chronifizierter Zustand etablierte sich. Wir sprechen in der Homöopathie von Nachkrankheit, in der Medizin von Long-Covid oder Post-Covid. Mit diesen Beobachtungen greift Dr. Gutmann Samuel Hahnemanns (Begründer der Homöopathie) Anweisungen (Organon der Heilkunde) zur Behandlung von epidemischen Krankheiten auf.

Homöopathische Therapie von Long-Covid oder Post-Covid


Akuterkrankungen müssen zeitlich begrenzt sein und vollständig ausheilen.
Die Nachkrankheit reagiert nicht mehr auf Akutarzneien. Sie geht eine Verbindung mit der chronisch zu Grunde liegenden Anfälligkeit des Patienten ein.

Nachkrankheiten können nur durch chronisch zu Grunde liegende Probleme entstehen. Deswegen muss Heilung durch Behebung des chronischen Zustandes erfolgen. Und die Homöopathische Arzneimittellehre kennt viele Arzneien zur Heilung chronischer Zustände.

Eine Auswahl von Long-oder Post-Covid Symptomen


  • Fatigue: schwerer Erschöpfungzustand, geringe Belastbarkeit, Müdigkeit, Leistungseinschränkung

  • Depression, kognitive Störungen, Schlafstörungen, visuelle Haluzinationen, Zittern, Gedächtnisverlust

  • Menstruationsbeschwerden, sexuelle Dysfunktion

  • Juckreiz, Gürtelrose, Herpes, Haarausfall

  • Kurzatmigkeit, Husten, Herzbeschwerden

  • Kopfschmerzen, Sehstörungen, Tinnitus, Geruchs-und Geschmacksstörungen

  • Urinverlust, Durchfall, Übelkeit

  • Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung

  • Die Forscher identifizierten insgesamt 203 Symptome in 10 Organsystemen

Die Homöopathie ist keine Laienmedizin.
Die erfolgreiche homöopathische Behandlung setzt ein intensives Studium und langjährige Berufserfahrung voraus.

Zur Terminvereinbarung können Sie mich gerne anrufen oder mir eine Mail schicken.
Ihre Ruth Maria Britzger



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